Freitag, 16. April 2010
Mittwoch, 14. April 2010
Sonntag, 4. April 2010
Art Andrä - ein kurzer Lokalaugenschein
............HomepageInfo......
Signal & Auftrag
Kunstreise
- 2001 – Gustav Troger, “Altar – weißes, weißes Album”
- 2002 – Markus Wilfling, o.T., Fenster
- 2002 – Gustav Troger, “Spiegel – säulengroß”
- 2003 – Otto Zitko, o.T., Raumzeichnung in der Andreaskapelle
- 2005 – Markus Wilfling, “up and down”, Stuhl im Karusell
- 2007 – ILA, Earth Plug, ”ich bin teil eines umfassenden systems, welches sinn ergibt”
- 2008 – Flora Neuwirth, “1 Fenster / Magenta”
- 2008 – Manfred Erjautz, ”A short break in time”, Fenster in Taufkapelle
- 2009 – Gustav Troger, “Sprache ist ein Material so wie Stahl”, Vortragekreuz und Ambo
- 2009 – Ronald Kodritsch, “who´s next”, Fenster im Altarraum
Samstag, 3. April 2010
endlich geschafft - Leopoldsteinersee
Smaragdgrünes Wasser umringt von Bergen
Der Leopoldsteinersee umfasst eine Gesamtfläche von 0,5 Quadratkilometern und erreicht an manchen Stellen eine Tiefe von bis zu 31 Metern. Durch den See fliesst der Seebach, hauptsächlich aber wird der Leopoldsteinersee von unterirdischen Quellen gespeist. Dieser 1400 Meter lange und 370 Meter breite Bergsee eignet sich bestens für badefreudige Zeitgenossen. Das smaragdgrüne Wasser des naturbelassenen Sees schimmert in den verschiedensten Tönen und sorgt für wundervolle Stimmungen. Umzingelt von Bergen ist der optische Augenschmaus perfekt. Eine tolle Wasserqualität, ausreichend Liegeflächen für Einheimische und Touristen, sowie angenehme Wassertemperaturen in den Sommermonaten Juli und August sorgen für Badespass pur. Ein Erlebnis für die ganze Familie!Eine Sage erzählt, dass in der Nähe des Sees einst ein Wassermann gefangen wurde. Um seine Freilassung zu erkaufen, zeigte er seinen Fängern ein Eisenerzvorkommen: den nur wenige Kilometer entfernten Erzberg. Besonders während des «Erzberg Rodeos», einer Veranstaltung zur jährlichen Bezwingung des Erzbergs mit Motocross-Motorrädern, erfreut sich diese Region besonderer Beliebtheit.
Schloss Leopoldstein
Seinen Namen verdankt der in Misch- und Nadelwäldern eingebettete See einem sehr nahe gelegenen Prunkstück: Schloss Leopoldstein. Dieses architektonische Kleinod diente einst als Jagdschloss. Heutzutage beherbergt das darin untergebrachte Internat sportbegeisterte Jugendliche - die meisten unter ihnen absolvieren hier die nordische Schiausbildung. Der Direktor des Internats vergleicht das Gebäude gerne mit Schloss Neuschwanstein und hebt besonders die aus dem 19. Jahrhundert stammende denkmalgeschützte Innenausstattung hervor.Ein Paradies für Wanderer
Nicht nur Badefreunde kommen hier auf ihre Kosten. Eine wahre Attraktion stellt diese Region auch für ausgedehnte Spaziergänge, Wanderungen oder einfach nur zum Geniessen dar. Die idyllische Umgebung eignet sich einfach für jedermann. Man muss kein anspruchsvoller Bergtourengeher sein, um diese Landschaft etwas genauer erkunden zu können. Optimale Alternativen gibt es auch für gemütliche Wanderer. Routen in allen Höhenlagen und Schwierigkeitsstufen sorgen für die Planung einer Tour nach persönlichen Bedürfnissen und Ansprüchen. Bestens gepflegte Wege, sowie hunderte Kilometer von markierten Wanderwegen rund um den Leopoldsteinersee lassen das Wanderherz höher schlagen.Dieses wunderschöne Fleckchen Erde bietet Natur pur und ist auch für Hobbyfotografen ein idealer Ort, um faszinierende Eindrücke zu verewigen. Und wer die Wanderschuhe zuhause gelassen hat, findet am Ufer des Leopoldsteinersees mit Sicherheit ein romantisches Plätzchen zum Entspannen und Geniessen.
Text: Sabine Trach
Dienstag, 30. März 2010
PSALM
mit dem Ensemble Sarband unter Leitung von Vladimir Ivanoff.
Miriam Andersén, Gesang & Gotische Harfe
Dogan Dikmen, Gesang
Susanne Ansorg , Vielle
Celaleddin Biçer , Ney & Kanun
Judith Haug , Bildprojektionen
Vladimir Ivanoff, Perkussion, Laute & Oud
Koran-Sure: As-Saffat ("Jene eingereiht in Ränge") Vier gregorianische Marienantiphonen (Ms. Kopenhagen 13)
Sequenz, Hildegard von Bingen
O virga ac diadema
Lied, Ismail Dede Efendi
Ben sana asik degilim
Lauda, Codex Magliabechiano
Vergene doncella
Istampita
Bel fiore danca
Madrigal
Posando I'Ombra
Instrumental, Hasan Can
Gülsen-i raz (Mystischer Garten)
Mystische Hymne
Ey garip bülbül
Lauda, Codex Cortona
Regina Sovrana
Lied
Ne hevayi bag-i sazed
Lauda, Codex Cortona
Laude Novella
Lied, Hafiz Post
Bahar geldi
Cantiga de Santa Maria Nr. 103
Quen na virgen
Mystische Hymne
Mohammed baginin gülüdür Ali
Mystische Hymne
Gel gülsen-i tevhide
Rondeau, Guillaume Dufay
Quel fronte signorille in paradiso
Der „Hortus conclusus“, der verschlossene Garten, der eingemauerte Ort der Seligkeit ist ein Motiv, das sich durch die Kulturgeschichte des Orients und Europas zieht. So geht unser Wort „Paradies“ auf das altpersische „pairidaeza“ zurück, was „ummauert“ bedeutet. Mit einer Quelle in der Mitte, von fruchttragenden Obstbäumen und duftenden Blumen umgeben, so findet man den idealen Paradiesgarten sowohl in christlichen wie muslimischen Darstellungen des Mittelalters. Europäische und osmanische Musik über verschlossene, geheimnisvolle und frisch erblühte Gärten machen erfahrbar, wie „geistliche“ und „weltliche“ Sphären in einer universalen Mystik der Liebe untrennbar werden. Sarband präsentiert eine interkulturelle Spurensuche: diesmal als Geschichte der verzauberten Gärten.
Die Zusammenarbeit innerhalb des Ensembles ist kein modisches Crossover-Treffen, sondern kontinuierlich angelegt und ein gleichberechtigter Dialog. Jeder Künstler bringt uneingeschränkt seine heimische Tradition, seine eigene Geschichte und seine persönliche Kreativität in die Programme ein. Stehen heute meist die religiösen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Differenzen zwischen Orient und Okzident im Vordergrund, so will Sarband zeigen, dass die Musik nicht nur Dekor, sondern weltoffenes Medium gegenseitigen Respekts war und auch heute noch sein kann: ein Beispiel für Verständnis und Anerkennung, ein Exempel des Friedens.
Die Welt von Sarband ist eine Welt der Reisenden in der heutigen Zeit, die wie noch nie zuvor von fast grenzenloser Mobilität und Migration geprägt ist. Das Ensemble nimmt sein Publikum mit auf eine Reise durch Raum und Zeit, durch Religionen und Kulturen. Es ist eine Reise, auf der man die gewohnten Bahnen des Denkens und des Musikbetriebs hinter sich lassen kann, wenn man sich ganz auf die Botschaft von Sarband einlässt. Man darf sich verzaubern lassen von Programmen, die von Toleranz, Offenheit und Innerlichkeit geprägt sind, in denen Zeiten und Menschen zusammengeführt werden: Programme mit Repertoire aus der Alten Musik verbinden die historische Aufführungspraxis Europas mit den lebendigen Traditionen des Mittelmeerraums. Hier widmet sich Sarband immer wieder gerne dem Osmanischen Reich als kulturell hochstehendem, religiös tolerantem Vielvölkerstaat mit reichem musikalischem Erbe.
In Kooperationen mit anderen Ensembles und Orchestern (u. a. King’s Singers, Concerto Köln, Mystère des Voix Bulgares) werden - oft auf ironische Weise - Differenzen zwischen Kulturen (türkische und Wiener Walzer) und Religionen (jüdische, christliche und muslimische Psalmvertonungen), zwischen Alt und Neu (Guillaume de Machaut und Erik Satie) hinterfragt. Die vielfältigen Programme von Sarband bieten - in verschiedenen Ensemblegrößen, die von intimen, stillen Besetzungen bis hin zum Orchester reichen - die unterschiedlichsten meditativen, mitreißenden, manchmal humorvollen Stimmungen. Gemeinsam ist ihnen immer die Intention, ein friedliches Zusammenleben der Menschen und Kulturen aufzuzeigen und sinnlich erfahrbar zu machen.
Auffallend an christliche Laudes ebenso wie an den Suren aus dem Koran: Immer schwingt in den Lobgesängen auf die Angebeteten auch lichte Erotik mit. Und so bekam der Titel des Abends "Die verschlossenen Gärten" eine weitere Konnotation. Ein kleines Kunststück für sich waren die eingeblendeten Texte, projiziert auf Fotos von Gregorianik-Partituren, Bibel-Miniaturen oder Orient-Teppichen. Kurz: Kunstgenuss aus einem Guss.
Sonntag, 21. März 2010
Kraftwerke Lebring und Grallla
Der Ausbau der Wasserkraft in Österreich konzentriert sich in den letzten Jahren auf
den Bau von Kleinkraftwerken, die - an mehr oder weniger großen Wasserläufen
situiert - zwar nicht die Rentabilität der großen Werke erreichen, dafür aber die
Mikroökologie der Gewässer weniger beeinflussen. Weiters bieten solche Kraftwerke
Hochwasserschutz. Die PORR. Steiermark als ausführendes Unternehmen hatte also im
Rahmen dieses Projektes wieder einmal die Chance „positiv-prägend“ in die Umwelt
einzugreifen.
Das Kraftwerk Lebring ist ein Niederdrucklaufkraftwerk, welches das Gefälle der Mur
südlich von Graz auf eine Länge von rund 7 km ausnützt und bei einer
Ausbauwassermenge von 200 m³ / sec eine Stromerzeugung von 89 Mio. kWh im
Regeljahr ermöglicht. Die Arbeiten in der bis 18 m unter dem Wasserspiegel liegenden
Baugrube erforderten umfangreiche Dichtungsarbeiten in den Umschließungsdämmen,
die während der Bauzeit zur Umleitung der Mur dienten. Durch diese Maßnahme war
jedoch die unbe-hinderte Ausführung aller Bau- und Montagearbeiten möglich. Die
bleibenden Schutzdämme des Stauraumes wurden umfangreich bepflanzt und so
gestaltet, dass sie sich in das natürliche Landschaftsgefüge integrieren.
Ein energiepolitisch, wie auch ökologisch wertvolles Projekt in dem die
PORR.Steiermark all ihr spezielles Know how ausspielen konnte. Projektdauer: Okt. 85 - Jun. 88
Sonntag, 14. März 2010
Kraftwerk Friesach
Kraftwerk Friesach
Freitag, 12. März 2010
Löwinger Bühne im Gemeindebau
Regie: Alfred Haidachermit: Eik Breit, Ulrike Emmer, Carina Fromm, Alexander Kropsch, Liselotte Slippek, Bernd Sracnik
Ohne Platzreservierung wird's eng im TiK. So zumindest bei der Premiere der locker frechen Penner-Sitcom "Voll auf Rock 'n' Roll", bei der man wörtlich zum Lachen in den Keller gehen muss und die Schüler ebenso anlockte wie kommunale Kulturpolitiker.
Endlich betritt die Prolo-Familie aus Graz-St. Peter wieder die Bretter, die das Leben der unteren Zehntausend bedeuten. Neu mit Satelliten-Zoom im Video-Vorspann, altbewährt mit eingeschweißter Besetzung unter Regie-Ass Alfred Haidacher. Bernd Sracnik als Familienoberhaupt Franz avanciert in der ersten Folge von Staffel II vom Bestatter und Hobbymaler zum babygestressten Hausmann und entgleisten GAK-Anhänger. Onkel Heinz alias Eik Breit spielt den Krankenbruder im Ehe-Notdienst, weil Karrieremama Isolde Ulli Emmer die Scheidung will. Schuld daran hat der Dildo, den die aberwitzige Geldtante Liselotte Slippek vor dem russischen Spion Alexander Kropsch rettet.
Wanko reizt in dem von der werbeträchtigen Putz-Familie inspirierten Penner-Renner wieder alle Schrägheiten aus und setzt auf Live-Musik. Mit Ex-EAVler Eik Breit und Blues-Talent Bernd Sracnik gelingen echte Hits, die Reini Kogler, Joe Harpf, Christoph Wundrak und Hans Irsic beim Premieren-Konzert der Penner-"Undertakers" kräftig anfeuerten.
Die Aufführung war voll mit Gemeinplätzen zur Midlife-Crisis- und sonstigen gängigen Klischees, die so bei der mittleren bis unteren Mittelschicht so kursieren, aufgelockert durch 1 bis 2 wirklich lustige Gags...
Samstag, 16. Januar 2010
Dienstag, 12. Januar 2010
Sonntag, 3. Januar 2010
Freitag, 1. Januar 2010
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Sylvester Kino
Fatih Akin
ist allein schon aufgrund seiner deutsch-türkischen Abstammung ein Wanderer und Vermittler zwischen den Kulturen. Doch auch zwischen den Genres wechselt der Hamburger Kultregisseur wie kaum ein zweiter heimischer Filmemacher mit ungeheurer Leichtigkeit und Präzision hin und her – vom Milieufilm (Kurz und schmerzlos) zur Road-Movie-Komödie (Im Juli), vom tonnenschweren Drama (Gegen die Wand) zur locker-leichten Feel-Good-Comedy, wo Akin mit seinem liebevollen Gagfeuerwerk „Soul Kitchen“ nun angekommen ist. Beim Festival in Venedig war der Film für den Goldenen Löwen nominiert und wurde mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Zwar weist der „Heimatfilm“ (O-Ton Akin) nach einem überragenden Einstieg in der zweiten Hälfte kleine Schwächen auf, aber dafür sind die Dialoge durchgehend zum Niederknien, so dass diese Juryentscheidung durchaus nachvollziehbar ist.
Der Deutsch-Grieche Zinos (Adam Bousdoukos) schlägt sich als Besitzer eines schäbig-schicken Restaurants im Hamburger Problemstadtteil Wilhelmsburg durch. Das Essen ist zwar mies, aber dabei so bodenständig, dass sich sein proletarisches Klientel nicht daran stört. Als Freundin Nadine (Pheline Roggan) ihre beruflichen Träume als Auslandskorrespondentin in Shanghai verwirklicht, gerät Zinos in einen schweren Gewissenskonflikt, weil er ihr folgen will, aber nicht kann. Sein Laden steht sowieso kurz vor dem Abgrund und die Situation verschärft sich noch weiter, als er einen Bandscheibenvorfall erleidet und sich kaum mehr bewegen kann. An Löffelschwingen ist jedenfalls nicht mehr zu denken. Zinos heuert den frisch gefeuerten Koch-Exzentriker Shayn (Birol Ünel) an, um sein Restaurant vor dem Ruin zu retten. Doch der Großmeister weigert sich, Zinos‘ Fraß zu kochen und setzt stattdessen kulinarisch wertvolle Kost auf die Speisekarte. Am Anfang noch mit wenig Erfolg. Dazu hat Zinos plötzlich auch noch seinen Bruder Illias (Moritz Bleibtreu) am Hals. Als Freigänger darf dieser nur am Wochenende aus dem Knast, es sei denn, er findet einen Job. Deshalb soll Zinos ihn anstellen – wenn auch nur auf dem Papier, denn richtige Arbeit ist nicht so das Ding des notorischen Glücksspielers. Als Ausweg aus der Misere bietet sich Zinos‘ alter Schulkamerad Neumann (Wotan Wilke Möhring) an. Der ist scharf auf das Restaurant und würde einen anständigen Preis für den Laden bezahlen. Doch irgendetwas ist faul an dem schleimigen Immobilieninvestor…
Was Regisseur Fatih Akin in der ersten Stunde seines „Soul Kitchen“ abzieht, ist schlichtweg eine Wucht. Sein Stammsujet - das deutsch-türkische Milieu - erweitert der gebürtige Hamburger um die zentrale Komponente der griechischen Migranten, die er schon in seinem Debüt „Kurz und schmerzlos“ gestreift hatte – und das mit so sicherer Hand, als wäre Griechenland seine dritte Heimat. Der Film funktioniert dank einer haargenau getroffenen Atmosphäre, in der Gags im Minutentakt generiert werden. Die Figuren sind skurril und spleenig, beweisen dabei aber zugleich auch genügend Bodenhaftung, um eventuelle Überschreitungen ins Land der Märchen mühelos zu kompensieren.
Erst als Akin diesen Pfad zugunsten durchsichtiger Wendungen verlässt, schleicht sich im Mittelteil ein kleiner Durchhänger ein, weil die Charaktere drohen, ihre Verortung im Hier und Jetzt zu verlieren - das gilt auch für die bis dahin sauber gezeichnete Liebesgeschichte zwischen Adam Bousdoukos und Pheline Roggan (Die Glücklichen). Der Zuschauer kann sich ab hier ziemlich genau ausmalen, was als nächstes kommt. Eingeleitet wird dieser konventionellere Part durch eine orgiastische Sequenz, in der Chefkoch Shayn den Gästen stark aphrodisierende Baumwurzeln ins Essen mischt. Hier rutscht die Komödie kurzzeitig in Comic-Relief-Regionen ab. Doch lustig ist das immer noch und die Witze werden auch kaum weniger, selbst wenn Akin sein zuvor wunderbar austarierter Film stilistisch kurzzeitig etwas aus der Hand gleitet.
Akin besetzt zwar immer wieder seine Lieblingsschauspieler wie Moritz Bleibtreu (Der Baader Meinhof Komplex, Lammbock) oder Birol Ünel („Gegen die Wand“, „Todesspiel“), macht aber nicht den Fehler, seinem Publikum frische Gesichter vorzuenthalten. Hauptdarsteller Adam Bousdoukos („Kurz und schmerzlos“, Kebab Connection), der mit Akin gemeinsam auch das Drehbuch schrieb, stemmt seine nicht ganz einfache Aufgabe als Leading Man mit Bravour. Der deutsch-griechische Jim-Morrison-Lookalike aus Hamburg leistet als Sympathieträger tadellose Arbeit und bringt die Zuschauer sofort hinter sich. Der Gastronom und Schauspieler besaß tatsächlich zehn Jahre eine Taverne und diente seiner Figur selbst als Vorbild. Wenn es jedoch darum geht, dem Affen ordentlich Zucker zu geben, treten andere auf den Plan… etwa in Person von Moritz Bleibtreu und Birol Ünel. Beide frönen mit Wollust dem gepflegt kalkulierten Overacting und landen damit einen Gag nach dem anderen. Bleibtreu war seinem Abdul aus „Knockin‘ On Heavens Door“ mit der Darstellung des chaotisch-charmanten Knastis Illias nie näher und auch das Griechisch bereitet ihm keine Mühe. Das passt einfach, weil Bleibtreu sich ohne Rücksicht auf bleibende Schäden voll reinhängt. Eine Steigerung in Sachen Exzentrik ist dennoch drin. Ünel gibt gehörig Gas und reizt sein Charisma bis an den Rand der Karikatur aus. Großartig. Wenn Shayn seine Kochkunst gegen die bösen Mächte (sprich: die Kunden) verteidigt, ist das ganz großes Tennis. Angelehnt an die Mechanismen des Kung-Fu-Films agiert Shayn als Meister für den Novizen Zinos, was in einer Rocky-ähnlichen „Trainingssequenz“ mündet.































