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Sonntag, 4. April 2010

Art Andrä - ein kurzer Lokalaugenschein


............HomepageInfo......

 Signal & Auftrag

Sich mit aktueller Kunst zu beschäftigen ist eine Form der Gastfreundschaft, die unserer katholischen Kirche von ihrem Ursprung her aufgetragen ist. Unter dem Logo „Andrä  Kunst“ läuft seit Dezember 1999 eine permanente Auseinandersetzung mit zeitgenössischem Kulturschaffen im Kirchenraum von St. Andrä. Die Kirche wird dabei nicht als Ausstellungsraum behandelt, sondern als spirituell definierter Raum Gottes und der Menschen, in dem gezielte Interventionen einen wichtigen Dialog eröffnen.

 

Kunstreise

  • 2001 – Gustav Troger, “Altar – weißes, weißes Album”
  • 2002 – Markus Wilfling, o.T., Fenster
  • 2002 – Gustav Troger, “Spiegel – säulengroß”
  • 2003 – Otto Zitko, o.T., Raumzeichnung in der Andreaskapelle
  • 2005 – Markus Wilfling, “up and down”, Stuhl im Karusell
  • 2007 – ILA, Earth Plug, ”ich bin teil eines umfassenden systems, welches sinn ergibt”
  • 2008 – Flora Neuwirth, “1 Fenster / Magenta”
  • 2008 – Manfred Erjautz, ”A short break in time”, Fenster in Taufkapelle
  • 2009 – Gustav Troger, “Sprache ist ein Material so wie Stahl”, Vortragekreuz und Ambo
  • 2009 – Ronald Kodritsch, “who´s next”, Fenster im Altarraum

Dienstag, 30. März 2010

PSALM

Mystische Liebeslieder aus dem europäischen Mittelalter (von Hildegard von Bingen bis Guillaume Dufay) und dem osmanischen Reich
mit dem Ensemble Sarband unter Leitung von Vladimir Ivanoff. 















Miriam Andersén, Gesang & Gotische Harfe

  Dogan Dikmen, Gesang

Susanne Ansorg , Vielle
Celaleddin Biçer
, Ney & Kanun
Judith Haug
, Bildprojektionen
Vladimir Ivanoff, Perkussion, Laute & Oud  



Koran-Sure: As-Saffat ("Jene eingereiht in Ränge") Vier gregorianische Marienantiphonen (Ms. Kopenhagen 13)

Sequenz, Hildegard von Bingen
O virga ac diadema

Lied, Ismail Dede Efendi
Ben sana asik degilim

Lauda, Codex Magliabechiano
Vergene doncella

Istampita
Bel fiore danca

Madrigal
Posando I'Ombra

Instrumental, Hasan Can
Gülsen-i raz (Mystischer Garten)

Mystische Hymne
Ey garip bülbül

Lauda, Codex Cortona
Regina Sovrana

Lied
Ne hevayi bag-i sazed

Lauda, Codex Cortona
Laude Novella

Lied, Hafiz Post
Bahar geldi

Cantiga de Santa Maria Nr. 103
Quen na virgen

Mystische Hymne
Mohammed baginin gülüdür Ali

Mystische Hymne
Gel gülsen-i tevhide

Rondeau, Guillaume Dufay
Quel fronte signorille in paradiso




Der „Hortus conclusus“, der verschlossene Garten, der eingemauerte Ort der Seligkeit ist ein Motiv, das sich durch die Kulturgeschichte des Orients und Europas zieht. So geht unser Wort „Paradies“ auf das altpersische „pairidaeza“ zurück, was „ummauert“ bedeutet. Mit einer Quelle in der Mitte, von fruchttragenden Obstbäumen und duftenden Blumen umgeben, so findet man den idealen Paradiesgarten sowohl in christlichen wie muslimischen Darstellungen des Mittelalters. Europäische und osmanische Musik über verschlossene, geheimnisvolle und frisch erblühte Gärten machen erfahrbar, wie „geistliche“ und „weltliche“ Sphären in einer universalen Mystik der Liebe untrennbar werden. Sarband präsentiert eine interkulturelle Spurensuche: diesmal als Geschichte der verzauberten Gärten. 



„Sarband ist sicherlich das originellste Ensemble für Mittelalterliche Musik“ (Neue Musikzeitung). – Sarband bedeutet Verbindung, das besagt schon der Name, der aus der persischen Musiktheorie stammt und für die improvisierte Brücke steht, die zwei Kompositionen miteinander verknüpft.
Ensembleleiter Dr. Vladimir Ivanoff, der Sarband 1986 gründete, ist als Forscher und Musiker ein Brückenbauer zwischen Kulturen, Menschen und Zeiten: Seine Programme vereinen Menschen aus den verschiedensten Kulturen und Hintergründen, vermitteln zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Alter Musik und lebendigen Traditionen. In der Welt von Sarband musizieren Künstler aus Bulgarien, der Türkei, dem Libanon, dem Irak, Schweden, England, Italien und Deutschland miteinander.
Die Zusammenarbeit innerhalb des Ensembles ist kein modisches Crossover-Treffen, sondern kontinuierlich angelegt und ein gleichberechtigter Dialog. Jeder Künstler bringt uneingeschränkt seine heimische Tradition, seine eigene Geschichte und seine persönliche Kreativität in die Programme ein. Stehen heute meist die religiösen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Differenzen zwischen Orient und Okzident im Vordergrund, so will Sarband zeigen, dass die Musik nicht nur Dekor, sondern weltoffenes Medium gegenseitigen Respekts war und auch heute noch sein kann: ein Beispiel für Verständnis und Anerkennung, ein Exempel des Friedens.
Die Welt von Sarband ist eine Welt der Reisenden in der heutigen Zeit, die wie noch nie zuvor von fast grenzenloser Mobilität und Migration geprägt ist. Das Ensemble nimmt sein Publikum mit auf eine Reise durch Raum und Zeit, durch Religionen und Kulturen. Es ist eine Reise, auf der man die gewohnten Bahnen des Denkens und des Musikbetriebs hinter sich lassen kann, wenn man sich ganz auf die Botschaft von Sarband einlässt. Man darf sich verzaubern lassen von Programmen, die von Toleranz, Offenheit und Innerlichkeit geprägt sind, in denen Zeiten und Menschen zusammengeführt werden: Programme mit Repertoire aus der Alten Musik verbinden die historische Aufführungspraxis Europas mit den lebendigen Traditionen des Mittelmeerraums. Hier widmet sich Sarband immer wieder gerne dem Osmanischen Reich als kulturell hochstehendem, religiös tolerantem Vielvölkerstaat mit reichem musikalischem Erbe.
In Kooperationen mit anderen Ensembles und Orchestern (u. a. King’s Singers, Concerto Köln, Mystère des Voix Bulgares) werden - oft auf ironische Weise - Differenzen zwischen Kulturen (türkische und Wiener Walzer) und Religionen (jüdische, christliche und muslimische Psalmvertonungen), zwischen Alt und Neu (Guillaume de Machaut und Erik Satie) hinterfragt. Die vielfältigen Programme von Sarband bieten - in verschiedenen Ensemblegrößen, die von intimen, stillen Besetzungen bis hin zum Orchester reichen - die unterschiedlichsten meditativen, mitreißenden, manchmal humorvollen Stimmungen. Gemeinsam ist ihnen immer die Intention, ein friedliches Zusammenleben der Menschen und Kulturen aufzuzeigen und sinnlich erfahrbar zu machen.


Kritik KLEINE ZEITUNG

GRAZ. Vladimir Ivanoff ist ein feinsinniger Kartograph des Außergewöhnlichen. Der gebürtige Bulgare, von München aus in aller Welt tätig, gehört (auch als Mitdenker) quasi schon zum edlen Inventar des Festivals "Psalm". Diesmal lockte der Perkussionist in der List-Halle in Paradiese, wie sie von Christen und Moslems zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert besungen wurden, ob in Italien oder Spanien, in Ägypten oder der Türkei.
Reizvoll allein die Spektren der Singstimmen in Ivanoffs Ensemble "Sarband": Hier die Schwedin Miriam Andersén, die als Frau Elfe mit ihrem märchenhaften Glockensopran etwa in Hildegard von Bingens inniger Marien-Sequenz den Begriff "schlicht und ergreifend" aufs Schönste neu deutete. Dort Mustafa Dogan Dikmen aus Istanbul, der mit gutturaler Technik die Mäander vornehmlich osmanischer Lieder herrlich auskostete. Ivanoff selbst mit dezenten Rhythmus-Akzenten, Susanne Ansorg mit ihrer zart besaiteten Fidel und vor allem Celaleddin Biçer als uneitler Virtuose an der orientalischen Zither Kanun sorgten für prächtige Begleitung.
Auffallend an christliche Laudes ebenso wie an den Suren aus dem Koran: Immer schwingt in den Lobgesängen auf die Angebeteten auch lichte Erotik mit. Und so bekam der Titel des Abends "Die verschlossenen Gärten" eine weitere Konnotation. Ein kleines Kunststück für sich waren die eingeblendeten Texte, projiziert auf Fotos von Gregorianik-Partituren, Bibel-Miniaturen oder Orient-Teppichen. Kurz: Kunstgenuss aus einem Guss.
MICHAEL TSCHIDA




Samstag, 21. März 2009

nochmals Blixa Bargeld


im



ohne laudator



ansonsten kurzweilig



und gleiches gesellschaftsspiel



mit weinsignatur






WEBtext

Wortakrobat Blixa Bargeld

20.03.2009

Als Christian Emmerich das erste Mal in Klagenfurt war, wurde er von einem Taxifahrer statt ans gewünschte Ziel direkt zur Ausweiskontrolle auf einen Polizeiposten gebracht. Welche Worte es waren, die den vermeintlich überforderten Taxifahrer dazu veranlassten, ist nicht mehr eruierbar. Dass es keine leicht zu fassenden waren aber vorstellbar, da es sich bei besagtem Fahrgast um den Wortakrobaten Blixa Bargeld handelte.

Damals, vor neun Jahren, bespielten er und seine Einstürzenden Neubauten das mittlerweile niedergestampfte legendäre Vitrino in Viktring. Dieses Jahr im März wird Herr Bargeld nebst den Destinationen Oslo, Sevilla, Barcelona, Bern und Zürich auch das beängstigende Hirngespinst der möglicherweise bald Null-Toleranz-Stadt Klagenfurt beehren. Um diesmal mit seiner Ein-Mann-Performance Rede/Speech an die Grenzen von Sprache und Musik zu gehen. Das Equipment wird dabei auf ein Minimum beschränkt: Mikrofon, Effektgerät und Fußpedale, Monitorboxen und zwei Lautsprecher; der Bühne gegenüber ein Mischpult mit Boris Wilsdorf an den Reglern.

Blixa, eine Filzstift-Marke, und die einmalige Version des Nachnamens von Dada-Dichter Johannes Theodor Baargeld, wurden zum Künstlernamen gewählt, als Emmerich 1980 mit Freunden im Berliner Club Moon die Einstürzenden Neubauten zum Leben erweckte. Eine Band, die mit Bohr- und Flexmaschinen, Ketten, Vorschlaghämmern und Metallkörpern nach dem Motto Hör mit Schmerzen Musik produzierte.

Nach einer Tour der Neubauten im Vorprogramm von Nick Cave fesselte Blixa Bargeld als dilettantisch-genialer Gitarrist (1984-2003) der Bad Seeds und sang gemeinsam mit Cave im Duett (The Weeping Song). Ich kam vom Schreien zum Singen, bekennt das Enfant terrible der Berliner Ur-Szene. Seit Mitte der 80er Jahre konzentrierten sich Bargeld (und seine Band) verstärkt auf Kunst und Theater. Er stand mit Ben Becker auf der Bühne, war (wie sein Freund Cave) auf der Schule für Dichtung und führte Regie bei den Salzburger Festspielen. Außerdem spielte er einen Pyromanen in einem RTL-Krimi und kochte in Alfred Bioleks Sendung Alfredissimo. Bargeld hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter einen Bildband über Hotelbadezimmer.

Im Januar 2009 erschien Europa kreuzweise. Eine Litanei. Ein Buch, das Bargeld folgendermaßen ankündigt: Auf der Reise durch Europa hat der Sänger, Komponist, was weiß ich was, einen zirkulären Text verfasst, einen Monolog, eine Litanei, eine Idiotennovelle, einen Bildungsroman in der erstbesten Person, eine Gardinenpredigt. Europa kreuzweise. Plus 12 Kochrezepte.

Der König der Ganzkörper-Performance (Die Zeit) wird am 20. März im Klagenfurter Volxhaus auf der Bühne stehen, um dort einen Einblick in das Laboratorium eines Alchemisten der Vokale zu gewähren.

Freitag, 5. Dezember 2008

Reise zur Eisprinzessin




Rebekka Bakken



Wolfgang Muthspiel

Logos
Eine Komposition von Wolfgang Muthspiel nach Texten aus der Bibel, dem Koran und den Schriften islamischer und christlicher Mystiker. Rebekka Bakken (voc), Dhafer Youssef (voc, Oud), Matthieu Michel (trumpet), Claudio Puntin (bassclar.), Wolfgang Muthspiel (git, electronics), Karl Schüller.

Das Wort ist der thematische Ausgangspunkt der Komposition LOGOS. Am Beginn des Johannesevangeliums ist das Wort Gott. Der Koran wiederum ist Wort gewordene Mitteilung Gottes. Der Klang des Wortes ist schon Musik, in seiner Schwingung, seinem Rhythmus ist es ganz Mitteilung, noch bevor sein Sinn verstanden wird. Von hier ist es ein naheliegender Schritt zur Komposition.Die Wege der Mystiker, von denen in LOGOS einerseits Meister Ekkehard und die im 8. Jhdt lebende Mystikerin Rabi’a al-`Adawiyya zu Wort kommen, scheinen eine vollkommene Durchdringung des eigenen Wesens mit Gott anzustreben, eine Art Selbstentäusserung, um ganz in Gottes Wahrheit aufzugehen.
Dieses Stück wurde für eine spezifische Raumakustik (ursprünglich der Stiftskirche Zwettl) und für fünf MusikerInnen komponiert, die einen grossen Teil ihres Lebens dem Abenteuer des Klanges widmen. Der Kompositionsauftrag wurde vom Orgelfest Stift Zwettl erteilt. In der langen Phase des Einlesens und der Textauswahl waren für mich Gespräche mit Pater Petrus Gratzl und Andreas Bsteh von grosser Bedeutung - Wolfgang Muthspiel




Sie spielten und die Basilika brannte


Donnerstag, 4. Dezember 2008

Mathias Grilj liest aus So geht Leben im Literaturhaus Graz

WEB-Ankündigungstext:
Mathias Grilj liest aus So geht Leben
Musik: Klaus Kofler Die junge, im April 2008 als Stadtverlag gegründete edition keiper legt mit den Glossen von Mathias Grilj den würdigen Abschluss des ersten Verlags-Jahresprogramms vor.
Mathias Grilj - Geboren 1954, ist Journalist in Graz. Seine in verschiedenen Zeitungen erschienen Glossen liegen nun in einer ausgewählten Sammlung vor: So geht Leben. In bester österreichischer Feuilleton-Tradition knöpfen sich die fein geschliffenen Miniaturen Phänomene der Medienwelt, der Politik und des alltäglichen Stadtlebens vor. Unter dem Pseudonym Max Gad schrieb und inszenierte er Theaterstücke wie Wir spielen nur, es tut nicht weh, Trilemma und Menschensohn oder Affe Maria (Auswahl). Er erhielt den Literaturpreis des Landes Steiermark, den Förderungspreis der manuskripte sowie mehrere Staats- und Landespreise für journalistische Arbeiten.
Klaus Kofler - Komponist, Gitarrist und Sänger der a-capella-Gruppe 4xang, dessen Kompositionen mehrfach in der Hitparade landeten und der mit Künstlern von Günter Brus bis Günter Schimunek kooperierte, präsentiert Stücke aus dem Programm „Weinen für Fortgeschrittene“.




Der Meister



Die MEISTER
und die FANS





30 Jahre Anti AKW Bewegung



Die Vorgeschichte und Geschichte dieser ersten Volksabstimmung ist in der vom Büro der Erinnerungen, CLIO und Sigrid Schönfelder organisierten Ausstellung „Kein Kernkraftwerk in Zwentendorf! 30 Jahre danach“ im Büro der Erinnerungen, Neutorgasse 45, 8010 Graz, bis 30. Jänner 2009, Di-Fr, 10.00-18-00 Uhr, zu sehen und im Buch „Kein Kernkraftwerk in Zwentendorf“ – 30 Jahre danach. Hg. v. Heimo Halbrainer, Elke Murlasits, Sigrid Schönfelder, Weitra: Verlag publication PN1 Bibliothek der Provinz 2008 nachzulesen. Mit Beträgen u.a. von Paul Blau, Josef Cap, Manfred Heindler, Johann Hirsch, Robert Jungk, Erich Kitzmüller, Sam Kreditsch, Peter Kreisky, Walter Lauber, Peter Ulrich Lehner, Wilfried Leisch, Bernd Lötsch, Carl Manzano, Schani Margulies, Freda Meissner-Blau, Christoph Mittler, Beatrix Neundlinger, Walter Papousek, Günther Pfaffenwimmer, Doris Pollet-Kammerlander, Rainer Possert, Franz Sölkner, Heinz Stockinger, Heinz R. Unger, Peter Weish, Kurt Winterstein, Friedrich Witzany.




Sigrid bewundert Ihr Publikum


Samstag, 29. November 2008

Sonntag, 23. November 2008

geraubte bilder aus dem Western Motel


WEB Text: Western Motel. Edward Hopper und die zeitgenössische Kunst.
03. Oktober 2008 - 15. Februar 2009

Hoppers Bilder handeln „nicht nur an der Oberfläche von Amerika, sie graben sich tief ein in den amerikanischen Traum, untersuchen radikal dieses zutiefst amerikanische Dilemma von Schein und Sein“, so der deutsche Filmemacher Wim Wenders, der sich in seinem Werk genauso wie viele andere Künstler von Alfred Hitchcock über David Hockney bis zu Paul Auster und Peter Handke auf den großen amerikanischen Maler Edward Hopper (1882-1967) bezieht. Kaum einem Künstler des 20. Jahrhunderts ist es gelungen in der Malerei einen existenziellen bildnerischen Anspruch mit einer Ästhetik zu verbinden, die den Alltag, den Moment und eine Ikonographie des Ortes in einer derart poetischen Weise und Eindringlichkeit beschreibt. Ungeachtet der künstlerischen Moden seiner Zeit entwirft Hopper einen Metarealismus, der die subjektive Wahrnehmung der Wirklichkeit ins Universelle wendet, die Verlorenheit des modernen Stadtmenschen reflektiert und neue Wege des visuellen Erzählens beschreitet. Die Darstellung und Manipulation von Raum, Zeit, Licht und Schatten sind die zentralen Aspekte, die für Hoppers kontinuierliche Aktualität in der Kunst sorgen. Seine reduzierten, psychologisch aufgeladenen und akribisch konstruierten Bildräume entwickeln eine bleibende Spannung zwischen Realem und Fiktivem, Moment und Dauer, Intimität und Anonymität, Natur und Zivilisation.
Von den schablonenhaften Verdichtungen des amerikanischen Mythos von Ed Ruscha über die Untersuchungen der Raum-Zeit-Koordinaten bei Rachel Whiteread und David Claerbout bis hin zur Unbehaustheit der heutigen Existenz bei Philip-Lorca diCorcia und Tim Eitel findet das Werk Hoppers seinen Widerhall in den zeitgenössischen Positionen der Ausstellung. Hoppers Arbeiten geben eine fortdauernde Zustandsbestimmung unserer Welt und sein cinematographischer Blick wird zum Ausgangspunkt für erzählerische, räumliche und zeitliche Imaginationen.

Teilnehmende KünstlerInnen:
Edward Hopper und David Claerbout, Dawn Clements, Jonas Dahlberg, Thomas Demand, Gustav Deutsch, Philip-Lorca diCorcia, Tim Eitel, Jim Jarmusch, Rachel Khedoori, Mark Lewis, Ed Ruscha, Markus Schinwald/Oleg Soulimenko, Jeff Wall, Rachel Whiteread

Kurator: Gerald Matt, Direktor Kunsthalle Wien
Wissenschaftliche Mitarbeit: Carter Foster (Kurator, Whitney Museum of American Art, New York), Angela Stief (Kuratorin, Kunsthalle Wien), Ilse Lafer (kuratorische Assistenz, Kunsthalle Wien), Lucas Gehrmann (freier Kurator)

ab ins kunstforum

WEB TEXT: GEORGES BRAQUE

14. November 2008 – 1. März 2009

Im Winter 2008 präsentiert das Bank Austria Kunstforum eine groß angelegte Retrospektive zu Georges Braque, diesem bedeutenden Wegbereiter der Avantgarde. Es wird dies nicht nur die erste Retrospektive in Mitteleuropa nach nunmehr zwanzig Jahren sein, sondern die erste Präsentation von Georges Braque in Österreich überhaupt – 45 Jahre nach dessen Tod.

Das Bank Austria Kunstforum nimmt dies zum Anlass einer (Neu-) Entdeckung des außergewöhnlichen Œuvres dieses – im Vergleich zu seinem Weggefährten Pablo Picasso, dem »Torero der Kunstarena« – ungleich stilleren, seine Peinture konsequent verfolgenden Malers. Mit rund 80 Gemälden sowie den wichtigsten druckgrafischen Arbeiten wird Braques Schlüsselrolle in der europäischen Moderne und die Einzigartigkeit seines malerischen Abenteuers veranschaulicht werden: Braque im Umkreis der Fauves, Braque der Methodische, Braque der Erfinder des Papier collé, Braques Anleihen an der Dekorations- malerei, in der er ausgebildet wurde, Braque der Meister des „modernen“ Stilllebens und nicht zuletzt Braque der »lyrische Konstrukteur«.

Ein Kernbereich der Ausstellung widmet sich –
wie könnte es auch anders sein – der bahnbrechenden Erfindung des Kubismus. In einer einzigartigen künstlerischen Kollaboration hatten Georges Braque und Pablo Picasso ab 1907 den Prozess der Autonomwerdung der Malerei vorangetrieben und damit die wichtigste künstlerische Revolution des 20. Jahrhunderts eingeläutet. Auch für Braque selbst blieb der Kubismus die wegweisende Entdeckung, die es ihm ermöglichte, nicht »eine anekdotische Tatsache wiederzugeben, sondern eine malerische Tatsache (fait pictural) zu geben«, wie er sagte.

Georges Braque gilt als der Meister des modernen Stilllebens. Warum sich die kubistische Revolution überwiegend anhand der Darstellung von Dingen vollzog und wie sich die Definition des Stilllebens und sein Verhältnis zur Realität im Werk Braques transformierten und – das werden zentrale Fragen der Ausstellung sein. Die retrospektiv angelegte Schau wird sich dem Œuvre Braques in all seiner Vielschichtigkeit widmen, so auch seinem Spätwerk, das in der Rezeptionsgeschichte, in der Braque oftmals auf die Seilschaft mit Picasso reduziert wurde, vergleichsweise stark in den Hintergrund tritt. Dazu zählt Braques visionäre Bildserie der »Ateliers«, die eine Conclusio seines Schaffens darstellt. Hier kommt der Maler seinem zeitlebens anvisierten Ziel am nächsten, einen tastbaren bildnerischen Raum zu erschaffen, eine Verdichtung von materiellem Gegenstand und immateriellem Raum, in dem sich die vertrauten Dinge verwandeln und durchdringen.



und in den TRESOR

WEB Text:Ausstellungsspace für junge Kunst

003-0817. bis 30. November 2008

EISLER PREIS 2008

NOMINIERTE DES BANK AUSTRIA KUNSTPREISES

Georg Eisler Kunstankaufspreis

Die Bank Austria vergibt im November 2008 bereits zum 11. Mal den Georg Eisler Kunstankaufspreis.
Dieser Preis ist dem Andenken an den 1998 verstorbenen Maler Georg Eisler gewidmet. Mit der Preissumme von 12.000,-- Euro zählt der Georg Eisler Preis zu den am höchst dotierten Kunstpreisen in Österreich.

Der Preis wird jährlich an eine/n österreichische/n KünstlerIn vergeben. Die Entscheidung über den Preisträger oder die Preisträgerin wird vom Kunstbeirat der Bank Austria gefällt. Die Jury wird jeweils für fünf Jahre bestellt.

Im Vorjahr wurde eine neue Jury ausgewählt und sie setzt sich aus folgenden Personen zusammen:
- Herrn Dr. Rudi Fuchs, ehem. Direktor des Stedelijk Museums in Amsterdam
- Herrn Toni Stooss, Direktor des Museums der Moderne Salzburg
- Frau Dr. Susanne Berchtold als Vertretung von Dr. Alice Eisler, für die Georg Eisler Stiftung
- Frau Dr. Ingried Brugger, Direktorin des Bank Austria Kunstforums
- Frau Dr. Ariane Neuberger, Leiterin der Bank Austria Kunstsammlung

Weiters wird Stefan Sandner, der Gewinner des Vorjahres, bei der diesjährigen Jurysitzung teilnehmen.

Die Teilnehmer am Georg Eisler Kunstankaufspreis werden von externen Kunstexperten und von Professoren der Kunsthochschulen vorgeschlagen.
Zugelassen sind alle Ausdrucksformen der Malerei. Es können einzelne Arbeiten oder Werkgruppen eingereicht werden, wobei es keine thematische Vorgabe, also keine Einengung des thematischen Spielraumes gibt.

Die Preisträger der letzten Jahre:

2007: Stefan Sandner
2006: Bernd Koller
2005: Gerlind Zeilner
2004: Maja Vukoje
2003: Katrin Plavcak
2002: Johanna Freise
2001: Alois Mosbacher
2000: Dorit Magreiter
1999: Agnes Fuchs, Anna Meyer, Leo Zogmayer
1998: Oswald Auer, Michaela Spiegel, Nobert Trummer, Sybille Uitz

25 Künstler haben in diesem Jahr Unterlagen für den Georg Eisler Preis eingereicht:
Alfredo Barsuglia, Thomas Baumann, Max Boehme, Jakob Demus, Ludwig Gerstacker, Michaela Ghisetti, Bertram Hasenauer, Stephan Hilge, Hanna Hollmann, Christian Hutzinger, Luisa Kasalicky, Ronald Kodritsch, Marie-Luise Lebschik, Robert Lettner, Joseph Marsteurer, Julia Maurer, Nicole Mermon, Drago Persic, Elisabeth Plank, Bianca Regl, Michaela Reska, Frenzi Rigling-Mosbacher, Martin Schnur, Josef Schwaiger, Stefan Wykydal






Sonntag, 26. Oktober 2008

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Geschenk abgeliefert


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