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Freitag, 23. April 2010

remember!!!

 ohne gnade
 mit Werken von 65 u. 6 aus Vorarlberg
 geladenen KünstlerInnen tourt durch Europa. 


  

  • Die nächste Station ist Bregenz
  • ERÖFFNUNG: Samstag, 24. April, 20 Uhr, in der
  • Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz

  • neu mit Werken von:
  •  Gottfried Bechtold - Rouven Dürr - Hubert Matt - Veronika SchubertBilli Thanner -      Amrei Wittwer

  weitere Werke von:

  • Alexandra Gschiel, Alfred Boric, Andi Leikauf, Andrea Zahlbruckner-Jaufer, Andrea Ressi,    Angelika Kaltenbrunner, Anita Peter Mörth, Ariane Blankenburg, Christian Eisenberger, Christian Kammerhofer, Christian Lutz, Claudia Nebel, Daniela Schmeiser, Daniel Fabry, Doris Jauk-Hinz, Elmar Gubisch, Erwin Stefanie Posarnig (PLIANT), Eva Cadia, Eva Ursprung, Fedo Ertl, Florian Arlt, Franz Pichler, G.R.A.M., Gerhard Gross, Gerlinde Schefzik, Günter Schimunek, Gustav Troger, Hedi Wasserthal, Hermine Pruegger, I L A, Iwona Borkowska, Joachim Vötter, Josef Taucher, Josef Wurm, Karin Frank, Karin Lernbeiß, Klaus Schafler, Les Tardes Goldscheyder, Lucyna Viale, Mischa Dattinger, M.I. Stolberg, Markus Wilfling, Martin Krammer, Michael Mastrototaro, Max Aufischer, Michael Gumhold, Michael Pinter, Nicole Pruckermayr, ONA B, Pogo Erjautz, Prof. Franz Motschnig-Yang, Arnold Reinisch, Rudi Friemel, B. A. R., Sabina Hörtner, Sabine Maier, Seppo Gründler, Susa Kaler, Tanja Fuchs, Ursula Kiesling, Verena Dürr, Werner Hofmeister, Werner Schmeiser, Willy Puchner
  • Zu Zeiten der geschlossenen Grenzen in Europa war ein beliebter Vergleich der (Kultur)-Politiker die Methaper des Tellers, auf dem wir uns sozusagen befinden. Der Appell lautete, doch über den Tellerrand hinauszuschauen. In der Wanderschaft Erfahrung zu sammeln, ist eine bewährte Praxis, doch auch die Introspektion hat ihre Möglichkeiten der Erkenntis. Im Gedankenmodell eines fraktal funktionierenden Kosmos ist der Maßstab letzlich irrelevant. Das Kleine im Großen - das Große im Kleinen, letzlich ist der Entwurf modellhaft und in jedem Maßstab darstellbar.
  Was ist das besondere an einer Schneekugel?
  • Einereits erzeugt sie Illusionen, aber andererseits kann ich sie angreifen, nicht nur angreifen, mit meiner Hand völlig umschließen. Sie gibt mir eine Welt im Kleinen, eine heimelige unveränderbare Welt, in der ich zwar den Schnee wirbeln lassen kann, der aber dennoch kein Schaden von außen zugefügt werden kann. Die Schneekugel als Stage für die künstlerische Äußerung hat zum einen triviale pragmatische Gründe: Wie soll man in einer Galerie die Arbeiten von so vielen KünstlerInnen präsentieren? Zum anderen fordert sie aber auch eine Entscheidung der Sichtweise, die sich in jedem Fall auf die eine oder andere Art zuspitzt. GNADENLOS!
  • Wird die Schneekugel als Kosmos begriffen, stoßen die bildnerischen Möglichkeiten bald an ihre physikalischen Grenzen, die kleinsten verfügbaren Gegenstände sind Figuren und Versatzstücke aus dem Modellbau, wie sie im Bereich der Architektur oder bei der Modelleisenbahn zum Einsatz kommen. Ebenso häufig wird die Schneekugel als visuelles Dispositiv zur Diskussion gestellt und ihre Möglichkeiten persifliert.
  • 71 KünstlerInnen inszenieren in der Schneekugel bzw. die Schneekugel selbst: Von Moritaten, klaustrophoben Erlebnissen, witzigen oder zynischen Kommentaren zur Zeitgeschichte bis zu selbstreferentiellen Untersuchungen werden die Möglichkeiten und Konnotationen des Displays dargestellt und ausgenutzt.
  • Ausstellungen des Projektes OHNE GNADE bisher:
  • GRAZ - kunst.wirt.schaft - 14. 09. 2009 bis 09. 10. 2009
  • Wien - PURPUR Architektur + CastYourArt - 14. 10. 2009 bis 06. 11. 2009
  • Berlin - The Absence of Art - 27 .11. 2009 bis 12.12..2009

Montag, 6. April 2009

B-A-C-H

arvo pärt im stefaniensaal mal mit rocco....


Ankündigung Kulturserver Graz

Tod und Leben
Psalm 2009 - I Have a Dream
Arvo Pärt: Fratres / Tabula rasa / Collage über B-A-C-H
Johann Sebastian Bach: Kantate „Christ lag in Todesbanden“, BWV 4

chor pro musica graz
Gerd Kenda, Bass
recreation-Großes Orchestre Graz
Dirigent: Rossen Gergov

„Es war ein wunderlicher Krieg, da Tod und Leben rungen“. Am Ostersonntag 1707 wurden die Bürger der freien Reichsstadt Mühlhausen in Thüringen Zeugen, wie sich auf ihrer Orgelempore ein wunderlicher Krieg der Musik abspielte. Der junge Organist Johann Sebastian Bach verstrickte den ehrwürdigen Choral „Christ lag in Todesbanden“ von Martin Luther in ein Netz aus sich verschlingenden Chorstimmen. Am Ende behielt das Leben den Sieg „und hat den Tod verschlungen.“ Kaum jemals ist diese Wahrheit so erschütternd in Töne gefasst worden wie vom blutjungen Bach. Der Klang der Streicher, der bei ihm den Krieg der Chorstimmen trägt, wurde auch für den estnischen Meister Arvo Pärt zum Symbol metaphysischer Wahrheiten: schlichte Durakkorde, ausgedehnt zu weiten Klangflächen, „Tabula Rasa“.

Der chor pro musica graz trägt seit mehr als 20 Jahren intensiv zum Grazer Musikleben bei. Neben zahlreichen eigenen Konzertprojekten war er auch schon häufig Gast bei der styriarte oder im Grazer Musikverein.
Der aus Kärnten stammende Chorleiter und Sänger Gerd Kenda studierte in Graz. Er ist als Solist und Mitglied herausragender Vokalensembles tätig.
recreation – GROSSES ORCHESTER GRAZ, 2002 gegründet, arbeitet mit hervorragenden Dirigenten wie Heinrich Schiff, Michel Swierczewski, Roy Goodman oder Jordi Savall zusammen. Seit der Saison 2005/06 ist der Kolumbianer Andrés Orozco-Estrada Chefdirigent des Orchesters.

Der Dirigent Andrés Orozco-Estrada musste wegen einer Erkrankung leider seine Mitwirkung beim kommenden Konzert des Orchesters recreation absagen. Der Abend mit Bach und Pärt am Montag der Karwoche (Tod und Leben, 6. April) wird nun von einem jungen, bulgarischen Dirigenten geleitet. Rossen Gergov hat sich bereit erklärt, kurzfristig einzuspringen!

Psalm Graz: Der Tod hat keinen Stachel mehr

Arvo Pärt und J. S. Bach ergänzen sich in Rossen Gergovs Interpretation.

Wegen der intelligenten Programmierung wurde das Konzert "Tod und Leben" im Zyklus "Psalm" zu einem spirituellen Höhepunkt. Das in variierender Kammerbesetzung aufspielende Große Orchester Graz "recreation" unter dem uneitlen bulgarischen Einspringer Rossen Gergov meisterte Arvo Pärts neoklassizistische Bach-Paraphrasencollage genauso wie seinen avancierten Tintinnabuli-Stil und die subtile Bitonalität von "Fratres" (1978). In dieser Totenklage versetzen Streicherglissandi über einem Orgelpunkt in Höchstspannung.

Geigenduett. Faszinierend ein singendes Geigenduett (Wolfgang Redik und Harald Winkler) über präpariertem Klavier: in "Tabula rasa" (1977) machen die Ohren Kinderaugen. Pärts Rezept, "es genügt, wenn ein einziger Ton schön gespielt wird", geht hier vollkommen auf auf.

"Christ lag in Todesbanden". Johann Sebastian Bachs "Christ lag in Todesbanden" (BWV 4) schließlich fordert den zwanzig Stimmen des "chor pro musica graz" viel Präzision ab. Leiter Gerd Kenda selbst singt stilsicher die Arie vom Osterlamm, das dem Tod nach Martin Luther den Stachel zieht.

Im Hörfunk: Sonntag, 26. April, 20.04 Uhr, Radio Steiermark.